Du kämpfst mit Unrecht oder Ungerechtigkeit? Wir machen Missstände öffentlich!

Wenn Dich eine Behörde piesackt, Dir ein Unternehmen verbraucherfeindlich kommt oder es an Deiner medizinischen Versorgung krankt, dann ist Deine MitWirkung gefragt. Melde Dich bei uns – wir recherchieren Dein Problem!
1. September 2026, 22:00 Uhr

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Missstände öffentlich machen, auf dass sie beseitigt werden: RechercheMitWirkung – damit Du zu Deinem Recht kommst und fair behandelt wirst. Und damit anderen solche Probleme erspart bleiben. Foto: Recherche-Mit-Wirkung.de
Missstände öffentlich machen, auf dass sie beseitigt werden: RechercheMitWirkung – damit Du zu Deinem Recht kommst und fair behandelt wirst. Und damit anderen solche Probleme erspart bleiben. Foto: Recherche-Mit-Wirkung.de

Deutschland - Die Unzufriedenheit in Deutschland ist groß – das zeigen nicht nur die Wahlergebnisse. Viele Menschen sind gereizt, der Ton wird rauher. Off- und online.

Preissteigerungen, auch Inflation genannt, dürften an dieser Unzufriedenheit einen großen Anteil haben. US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Iran-Krieg die Benzin- und Heizölpreise durch die Decke gehen lassen. Davor hat der russische Despot Wladimir Putin mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Preisexplosion beim Gas ausgelöst.

Viele Ärgernisse des Alltags sind vermeidbar

Hinzu kommen die vielen Ärgernisse des Alltags, die Zeit und Nerven kosten. Die Kommunikation mit Behörden, Energie- und Telekommunikationsanbietern, Netzbetreibern, Krankenkassen und mit Einrichtungen der medizinischen Versorgung ist oft fehleranfällig. Das hat manchmal technische Gründe, insbesondere wenn eine EDV-Umstellung nicht richtig klappt. Der Mangel an Personal beziehungsweise qualifiziertem Personal kommt mitunter hinzu.

Zudem gilt für den Staat wie in der Wirtschaft: Geld, das eingetrieben werden kann, ist erst mal vorteilhaft, selbst wenn das unberechtigterweise passiert ist. Umgekehrt sind verspätete Rückzahlungen und unberechtigte Zahlungsverweigerungen eine Möglichkeit, um die Liquidität kurzfristig zu verbessern – oder sogar langfristig, falls keine Ein- oder Widersprüche kommen. Etwa, weil Bürger oder Verbraucher denken, das gehöre so – oder schlicht nicht wissen, wie sie sich wehren sollen. Denn selbst berechtigte Beschwerden führen in vielen Fällen nicht schnell oder auch gar nicht zum Ziel.

Zum Rechtsanwalt – oder an die Öffentlichkeit?

Für Betroffene stellt sich irgendwann die Frage: Gehe ich jetzt zum Anwalt? Und damit verbunden: Habe ich für eine gerichtliche Auseinandersetzung genug Geld oder eine passende Rechtschutzversicherung?

Eine andere Möglichkeit ist es, an die Öffentlichkeit zu gehen. Durch Presseanfragen und Medienberichterstattung kann öffentlicher Druck entstehen. In vielen Fällen reicht schon die Gefahr öffentlichen Drucks, dass sich etwas ändert. Manchmal vergehen nach Presseanfragen an fehlerhaft handelnde Behörden, Unternehmen und andere Einrichtungen nur ein oder zwei Tage und das Problem ist zugunsten der Betroffenen aus der Welt geschafft. Im Idealfall beseitigen die Verursacher die Missstände gleich dauerhaft, so dass andere Leute erst gar nicht mehr das Problem bekommen.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Medien beziehungsweise Journalistinnen und Journalisten auch als „Vierte Gewalt” in einer Demokratie bezeichnet werden. Sie haben eine Wächterfunktion. Wenn Missstände oder drohende Missstände berichtet werden, dann erhöht das mindestens die Chance, dass diese Missstände beseitigt werden. 

Vierte Gewalt in der Demokratie – die Tendenz zur Gewaltlosigkeit

Aber auch dieses Korrektiv funktioniert nicht mehr so, wie noch vor einigen Jahren. Durch das Internet sind bei vielen Verlagen Werbeeinnahmen weggebrochen. Finanzielle Zwänge, der Personalabbau in Redaktionen und einiges mehr haben dazu geführt, dass jedenfalls viele Fehlentwicklungen relativ unbemerkt entstehen konnten. Weil für aufwändige Recherchen in vielen Redaktionen die Zeit fehlt.

Soweit der Rundumschlag, der natürlich unvollständig und schon gar keine wissenschaftliche Analyse ist. Kurzum: Es muss sich etwas ändern in Deutschland. Damit die Menschen nicht mehr so oft mit vermeidbaren Problemen zu kämpfen haben. Und damit sich die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage wieder verbessert.

#Watchdog – die Wächterfunktion von RechercheMitWirkung

Das journalistische Projekt RechercheMitWirkung will einen Beitrag dazu leisten, dass sich etwas zum Guten ändert. Indem Problemlagen und Misstände recherchiert werden. Auf dem Internetportal Recherche-Mit-Wirkung.de werden sie veröffentlicht. Es geht um wahrhaftige Berichterstattung auch im Sinne von schonungsloser Berichterstattung.

Zum Start werden ein paar „Recherchen mit Wirkung“ aus dem Archiv dargestellt. Sie zeigen, dass es sich für Betroffene von Unrecht und Ungerechtigkeit lohnen kann, an die Öffentlichkeit zu gehen. Weil die Verursacher ihrer Probleme schon nach der Presseanfrage ihre Fehler korrigieren oder Missstände beseitigen – oder dies aufgrund des öffentlichen Drucks infolge der Berichterstattung tun.

Dies ist eine Einladung an alle – zur MitWirkung

Dieser Auftaktkommentar ist also eine Einladung an alle, die mit einer Behörde, einem Unternehmen oder sonstwem ihre Not haben. Die Krankenkasse will eine Behandlung nicht bezahlen? Für eine dringend benötigte medizinische Untersuchung oder Behandlung gibt es keinen Termin? Der Netzbetreiber oder der Energielieferant vermurkst den Eigentümerwechsel nach einem Haus(ver)kauf oder Wohnungswechsel? Die Familienkasse bewilligt nicht das zustehende Kindergeld für den Sohn zwischen Studium und beruflichem Praktikum? Oder mit welchen Problemen hast Du zu kämpfen?

Melde Dich im ersten Schritt per E‑Mail unter recherche-mit-wirkung@t‑online.de. Im zweiten Schritt können wir gerne telefonieren oder uns über einen verschlüsselten Messengerdienst wie Signal oder Threema austauschen. In der Regel brauchen wir eine Auskunftsvollmacht von Dir – also eine Vollmacht, die den Verursacher Deines Problems bevollmächtigt, gegenüber RechercheMitWirkung Auskünfte zu erteilen. Andernfalls berufen sich Problememacher gerne auf den Datenschutz, um Pressefragen nicht beantworten zu müssen. So eine Auskunftsvollmacht besteht in der Regel nur aus zwei bis drei Sätzen – wir schicken Dir einen Entwurf zur Unterschrift zu.

Unter diesen Voraussetzungen recherchieren wir los!

Die Recherche beginnt erst, wenn wir uns von Deinem Problem einen Eindruck verschaffen konnten – und zu dem Ergebnis kommen, dass sich das recherchieren lässt und von einer solchen Recherche voraussichtlich auch andere Betroffene profitieren könnten. Die zweite Voraussetzung ist, dass Du uns ausdrücklich Dein Okay für die Recherche gibst, zum Beispiel in Form der Auskunftsvollmacht. Wichtig ist für uns außerdem, dass Du uns mitteilst, ob wir später in der Berichterstattung Deinen Namen nennen dürfen oder ob wir anonymisiert berichten sollen – beides geht selbstverständlich.

Wenn wir dann loslegen, wären wir Dir sehr verbunden, wenn Du uns einen einmaligen Förderabo-Beitrag in Höhe von 100 Euro inklusive Mehrwertsteuer zukommen lassen würdest. Denn Recherche-Mit-Wirkung.de muss sich natürlich auch irgendwie finanzieren. Und die Honorare vieler Redaktionen ermöglichen keine Recherchen mehr. So kann es einem durchaus passieren, dass eine regionale Tageszeitung für einen Bericht, der eineinhalb Tage Zeitaufwand verursacht hat, nur einen Hunderter bezahlt – und damit deutlich weniger als Mindestlohn.

Recherche-Mit-Wirkung.de – die Zukunftsperspektive

Die Idee ist es daher, RechercheMitWirkung mit Förderabo-Beiträgen und etwaigen Honoraren von Zeitungsverlagen oder anderen Medien zu finanzieren. Die Vision: Vielleicht kann Recherche-Mit-Wirkung.de irgendwann zu einer Leser-Journalisten-Genossenschaft ausgebaut werden. So dass die Wächterfunktion in unserer Demokratie basisdemokratisch wahrgenommen werden kann. Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt geht’s erstmal los.

Weitere Informationen zum Projekt findest Du hier:

Über das Projekt
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