RechercheMitWirkung – das Projekt

Was ist los im Land?

Deine Krankenkasse will Dir eine dringend benötigte Behandlung nicht bezahlen?

Die Familienkasse enthält Dir Kindergeld vor, auf das Du Anspruch hast?

Das Jobcenter verweigert Dir Wohnkosten, die es Dir bewilligen müsste?

Dein Energieversorger schickt Dir Fantasie-Rechnungen und absurde Mahnungen, aber Du bekommst mit Beschwerden nicht weiter?

Dein ehemaliger Vermieter rückt die Kaution nicht raus, obwohl er das längst müsste?

Du hast Dein Leben lang als Beamter für den Staat gearbeitet, doch nun bist Du alt und krank und die Beihilfe bringt Dich durch späte Erstattung Deiner Arzt-Rechnungen in finanzielle Schwierigkeiten?

Oder leidest Du unter einem ganz anderen Missstand?

Vor Gericht oder in die Öffentlichkeit?

In so einer Situation kannst Du zum Anwalt, wenn Du eine Rechtschutzversicherung oder genug Geld hast. Aber was tun, wenn ein Anwalt zu teuer oder die rechtliche Auseinandersetzung zu langwierig oder zu nervenaufreibend ist?

Egal, wie schwierig oder gar ausweglos die Situation zu sein scheint – Du kannst immer an die Öffentlichkeit gehen, um einen Missstand publik zu machen! Öffentlicher Druck hilft oft, Probleme zu lösen.

Oft genügt schon eine Presseanfrage an die entsprechenden Stellen, damit Leistungen bewilligt, unberechtigte Rechnungen storniert werden oder Auszahlungen erfolgen. Manchmal schon in ein bis zwei Tagen, obwohl vorher monatelange Beschwerden nichts brachten.

Medien als Kontrollinstanz – für Recht und Gerechtigkeit

Die Vierte Gewalt in der Demokratie wirkt als Kontrollinstanz für Politik und Wirtschaft. Für Recht und Gerechtigkeit.

Viele der heutigen Missstände sind allerdings nicht nur ein Hinweis auf mangelhafte Politik oder Missmanagement in der Wirtschaft, sondern auch darauf, dass „der Journalismus“ seine Wächterfunktion nur noch unzureichend erfüllt. In vielen Redaktionen fehlen Geld und Zeit. Vielen Redakteur*innen bis hinauf zu Chefredakteur*innen fehlt das Rückgrat für eine wahrhaftige und damit schonungslose Berichterstattung. Und für viele Freie Journalist*innen rechnen sich Recherchen nicht, weil ihre Honorare durch Zeitaufwand unter das Mindeslohn-Niveau rutschen können. 

Recherche-mit-Wirkung.de ist ein journalistisches Projekt, das aus dem Bewusstsein heraus entstanden ist, dass Medien in der Demokratie eine Wächterfunktion haben. Das Informations-Portal macht Missstände publik – auf dass öffentliches Bewusstsein und öffentlicher Druck entstehen können, um diese Missstände zu beseitigen. Und auf dass es den betroffenen Menschen wieder besser und in Deutschland wieder aufwärts geht.

Deine MitWirkung ist gefragt

So kannst Du MitWirken – und vielleicht von einer Lösung Deines Problems profitieren:

1. Du schilderst uns den Missstand beziehungsweise Dein Problem per E‑Mail oder telefonisch. Auch verschlüsselte Kommunikationswege sind vorhanden.

2. Wir antworten Dir, ob wir eine Möglichkeit sehen, Deinen Fall zu recherchieren und damit für Klarheit zu sorgen.

3. Falls wir Recherche-Potenzial sehen, benötigen wir von Dir:

a) Alle schriftlichen Dokumente, die mit dem Missstand zu tun haben, damit wir den Sachverhalt analysieren und eine entsprechende Presseanfrage bzw. entsprechende Presseanfragen vorbereiten können. Bitte fotografiere die Dokumente ab oder scanne sie ein und schicke sie per E‑Mail oder nach Absprache auf anderem Wege.

b) Eine Auskunftsvollmacht, damit beteiligte Behörden, Firmen oder andere Stellen auf unsere Presseanfragen nicht mit dem Argument des Datenschutzes die Auskunft verweigern können. Den Entwurf einer entsprechenden Vollmacht erhältst Du von uns.

c) Die Einwilligung, dass wir über Deinen Fall berichten dürfen. Wichtig ist dabei insbesondere, dass Du uns mitteilst, ob wir Deinen Namen nennen dürfen, vielleicht sogar ein Foto von Dir veröffentlichen können oder ob wir in anonymisierter Form berichten sollen. Ein entsprechendes Formular bekommst Du von uns.

d) Wenn Du uns das Einverständnis für Recherche und Analyse gibst, bitten wir Dich um einen einmaligen Förderabo-Beitrag von 100 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) für das Info-Portal Recherche-Mit-Wirkung.de – weil unsere freiberufliche Arbeit honoriert werden muss und das beispielsweise regionale Tageszeitungen nicht mehr ausreichend tun. Du bekommst selbstverständlich einen Zahlungsbeleg. Auch wenn Du nicht soviel Geld zur Verfügung haben solltest, was zum Beispiel bei Jobcenter-Missständen naheliegend ist: Melde Dich! Dann schauen wir, ob wir die Recherche auch so gestemmt kriegen.

4. Wir teilen Dir das Ergebnis der Recherchen mit und informieren Dich, in welchen (Online-)Medien die Ergebnisse veröffentlicht werden.

5. Falls der Missstand, von dem Du betroffen bist, bereits nach der Presseanfrage beseitigt wird und Du danach keine Berichterstattung über das gelöste Problem möchtest, so ist das selbstverständlich möglich. In diesem Fall müsstest Du uns aber unseren Arbeitsaufwand honorieren (65 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Arbeitsstunde). 

(Erst-)Kontakt per E‑Mail: recherche-mit-wirkung@t‑online.de

Auch verschlüsselte Kommunikationswege – beispielsweise Signal und Threema – stehen zur Verfügung.

Die Leser-Journalisten-Genossenschaft – eine Vision

Falls Dir wie uns daran gelegen ist, dass „die Presse“ als „Vierte Gewalt“ in der Demokratie funktioniert und in der Folge Missstände beseitigt werden … Vielleicht hast Du perspektivisch Lust, mit uns einer Leser-Journalisten-Genossenschaft zu gründen, um die Arbeit von RechercheMitWirkung auszubauen? Das ist zumindest die Vision, auf die wir hinarbeiten.

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